Casinos Austria bald in Händen von Novomatic

Veröffentlichen: 16.03.2016

Novoline Mutter Novomatic steht kurz davor seine Präsenz am österreichischen Markt und auch im internationalen Spielbanken-Geschäft extrem zu erweiteren. Denn die Übernahme der bisher teilstaatlichen Casinos Austrias, dem Casinomonopolisten in Österreich, steht bevor. Bereits jetzt hält Novomatic an die 40 Prozent, nachdem man im vergangenen Jahr Anteile von anderen Eignern sichern konnte. Jetzt einigte man sich mit einem tschechischen Konsortium, das 11 Prozent hält und das ebenfalls Ambitionen hatte, die Casinos Austria zu schlucken.

Novomatic und die tschechische Sazka Group einigten sich auf ein umfangreiches Joint Venture, in das Novomatic auch seine 24 Prozent Anteil an den Österreichischen Lotterien einbringen wird. Gemeinsam wird man dann 51 Prozent an den Casinos Austria halten.

Die Aufgaben werden nach Know How verteilt: so soll Novomatic das österreichische und auch internationale Casino Geschäft und die Online Aktivitäten steuern, während die Tschechen für Lotterien und Sportwetten verantwortlich sind. In diesen Bereichen sind die Eigentümer der Tschechen sehr erfolgreich unterwegs. Der Glücksspielkonzern OPAP macht jährlich an die 4,2 Milliarden Euro Umsatz. Novomatic macht ebenfalls deutlich über 4 Milliarden Euro jährlichen Umsatz.

Ehe die Transaktion in trockenen Tüchern ist, bedarf es aber noch einiger internationaler Lizenzverfahren (unter anderem in Australien oder auch Kanada). Bis dahin soll Novomatic alleine das Sagen haben. Deshalb wird auch ein anhängiges Verfahren bei der Bundeswettbewerbbehörde aufrecht bleiben. Diese hat die Übernahme an ein Kartellgericht weitergegeben. Sobald die Lizenzen vergeben sind, wird die Änderung und gemeinsame Kontrolle dann neu bei der Wettbewerbsbehörde angemeldet werden.

Komplett abgeschlossen soll die Übernahme und die Schaffung der neuen Strukturen Ende 2016 oder Anfang 2017. Den Ankauf weiterer Anteile schließt man nicht aus. Immerhin sind noch 49 Prozent in Besitz anderer Gruppen.

Ruhend gestellt werden die Rechtsverfahren die zwischen den beiden neuen Partnern am Laufen sind. Die wirtschaftliche Einigung wird also auch die Rechtsstreitigkeiten beenden.