Über ein Drittel aller Deutschen spielt in Online Casinos

Veröffentlichen: 15.03.2017

Löwen Entertainment, eine Tochter des österreichischen Novomatic-Konzerns, veröffentlichte vor Kurzem eine interessante Studie. Dabei ging es um die Nutzung von Online Casinos durch deutsche Spieler. Über 1000 Personen wurden dabei befragt, ob sie in den letzten zwölf Monaten online um Geld Poker, Blackjack, Baccarat, Slots oder Roulette gespielt hätten. 36 Prozent bejahten das. Und das obwohl, so zumindest die Rechtsauffassung der deutschen Länder als Glücksspielgesetzgeber, das Online Glücksspiel verboten ist.

Das wissen die meisten Spieler aber nicht – nur sieben Prozent wissen, dass Online Glücksspiel verboten ist. 74 Prozent glauben es ist legal, 21 Prozent schließen sich der Rechtsmeinung der Europäischen Kommission an und glauben dass es nicht geregelt und deshalb legal ist. Aber die Studie hat auch sonst erstaunliches zu Tage gebracht. Die 36 Prozent der Deutschen, das sind knapp 30 Millionen Menschen, setzen pro Spielrunde im Schnitt 18,42 Euro ein – da kann man schnell erkennen, was für ein gigantischer Markt Deutschland ist.

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Und er ist im Online Bereich weiter ungeregelt. Das ist die Aussage der Europäischen Kommission, die die deutsche Gesetzgebung in Sachen Glücksspiel einmal mehr rügte. Die reine Aussage „online Glücksspiel ist illegal“, die im Gesetz lapidar steht, seit „keine tragfähige Lösung“ heißt es aus Brüssel. Und man droht mit einem Vertragsverletzungsverfahren. Bereits 2016 hat die Kommission festgehalten, dass Deutschland nicht gegen die europäischen Anbieter vorgehen darf, die Deutschen das Glücksspiel im Internet ermöglichen.

Löwen Entertainment, das in Deutschland vor allem mit kleinen Spielotheken am Markt ist, sieht in der deutschen Rechtssprechung ebenfalls eine Ungerechtigkeit. Es werde verhindert, dass deutsche Anbieter ebenfalls am Markt aktiv werden können. Parallel werden auch noch die Spielotheken eingeschränkt, was wieder mehr Umsatz ins EU-Ausland schicke, beklagt man.

In Deutschland ist Glücksspiel Ländersache und bisher haben die Länder meist gut zusammengehalten und das lukrative Monopol mit Klauen verteidigt. Sie drohen für die Zukunft sogar ein stärkeres Vorgehen gegen ausländische Anbieter im Internet an (was die EU wie oben erwähnt gar nicht goutiert). Aber die Front bröckelt. Vor einigen Jahren vergab ja Schleswig Holstein ein paar Casino Lizenzen „made in Germany“ und jetzt könnte Hessen ausscheren. Der Innenminister Peter Beuth (CDU) will eine rasche Korrektur des Gesetzes. Und droht damit ansonsten 2019 ein eigenes hessisches Glücksspielgesetz zu schaffen.

Für die Spieler ändert sich vorläufig nichts. Man spielt in einer rechtlichen Grauzone, Bestrafung wird keine vorgenommen. Vielleicht schaffen es die deutschen Gesetzgeber ja auf der nächsten Konferenz in Sachen Glücksspielgesetz, Ende März, die Weichen in Richtung Marktöffnung zu stellen!

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