Geheimnis um gewinnbringendes Roulette System enthüllt

Veröffentlichen: 14.06.2016

John Doyne Farmer ist ein in Fachkreisen recht bekannter Physik-Professor. Er beschäftigt sich mit der Chaos-Theorie und der Physik komplexer System. Farmer ist aber auch ein begnadeter Roulette-Spieler, bzw. war einer. Denn als Student hat er, gemeinsam mit einem Freund, eine Maschine entwickelt, die es ihnen ermöglichte beim Roulette zu gewinnen. Das macht Doyne Farmer in den Augen vieler Glücksspiel-Fans zu einem mystischen Charakter.

Doyne und Norman Packard, ein Freund aus der Schulzeit, entwickelten eine Maschine, die auf Live Roulette ausgerichtet war. Mit der Maschine konnte die Gewinnwahrscheinlichkeit erhöht werden. Wie das funktioniert hat, erklärte jetzt ein anderer Physiker, Richard Muller. Das Gerät nutzte nämlich aus, dass man kurz nach dem Werfen der Kugel durch den Croupier, immer noch setzen kann. Mit Impulsgebern (an den Zehen montiert) wurde nun gemessen, wie schnell die Kugel eine Runde macht und wie lange der Kessel für eine Umrundung braucht: daraus ergibt sich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für gewisse Sektoren. Das hat, so Muller, gereicht, um Doyne und seinem Freund eine gewaltige Steigerung der Gewinnchancen zu geben. Lagen diese davor bei 98 Prozent, verdoppelten sie sich – Gewinne waren damit langfristig garantiert. 20 Reisen nach Reno, Las Vegas und Atlantic City machten Doyne Farmer und Packard laut der Legend – und gewannen dabei gutes Geld. Ihr Vorteil war, dass man damals derartige Maschinen noch nicht kannte: es war eine geniale Erfindung, die die Casinos eiskalt erwischte.

Legenden haben es aber an sich, das viel übertrieben wird. So kommt es auch, dass nicht alles, was über Doyne Farmer berichtet wird, immer zu 100 Prozent stimmt. So etwa, dass er und sein Partner in allen Casinos in Vegas Hausverbot haben, weil sie so große Summen gewonnen haben. Die Wahrheit ist aber fast genau so spannend: in den 70-er Jahren waren die amerikanischen Casinos noch in der Hand der Unterwelt, die Mafia-Familien nutzten Vegas und Atlantic City um Geld zu waschen. Doyne und Packard wussten das – und hatten Angst. Deshalb spielten sie nur um kleine Beträge und stiegen bald aus.  Zudem hatten sie immer wieder technische Probleme, so dass die Gewinnchancen nicht ganz so groß waren, wie es möglich gewesen wäre. Aber gewonnen haben sie und damit sind sie die wahrscheinlich bekanntesten Roulette-Gewinner der Welt.

Achtung – Hausregeln

Vor man sich jetzt aber so ein Gerät baut, sollte man sich bewußt werden, das Spielbanken heute die Verwendung elektronischer Geräte in den Hausregeln ausdrücklich verboten ist. Wer also erwischt wird, muss zwar nicht mit körperlicher Gewalt rechnen (die Doyne Farmer und Packard wohl zu recht befürchteten), aber das gewonnene Geld ist sicher futsch. Und Hausverbot gäbe es obendrein. Spieler müssen sich also weiterhin auf ihr Glück verlassen. Oder man kann, wie Doyne Farmer und Packard, eine große akademische Karriere machen und so gutes Geld verdienen. Vegas besuchen die beiden angeblich immer noch – aber wahrscheinlich schauen den beiden die Casinos besonders genau auf die Finger.