Taj Mahal Casino

Veröffentlichen: 13.10.2016

Donald Trump nannte das legendäre Taj Mahal Casino in der Spielerstadt Atlantic City einmal „das achte Weltwunder“. Der Präsidentschaftskandidat, bekannt für vollmundige Sprüche, hatte das Casino errichtet. Zur Eröffnung kam 1990 sogar Superstar Michael Jackson, samt 75.000 Fans. Mittlerweile ist „The Donald“ aus dem Betrieb komplett ausgestiegen und Anfang Woche wurde der Spielbetrieb endgültig eingestellt.

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LOS GEHT'S

1990 war die Euphorie. Trump Entertainment Resorts hatte um eine Milliarde Dollar das neue „Trademark“ Casino für die Spielerstadt Atlantic City eröffnet. Die Stadt befand sich in einem schon länger anhaltenden Sinkflug und die Hoffnung war groß, mit dem neuen Casino auch wieder den Aufschwung zur alten Größe zu erreichen.

Aber schon damals gab es Probleme. Denn das Taj war eine ewige Baustelle. Seit 1983 wurde bereits daran gebaut und der Investor war 1986 verstorben. In einem Übernahmekampf sicherte sich Trump das vermeintliche Super-Casino. Andere Investoren konnten nicht mehr mithalten und Trump holte sich via Junk-Bonds die notwendigen Mittel um den Bau alleine voranzutreiben. Die Baukosten waren von ursprünglich geschätzten 250 Millionen Dollar auf eine Milliarde Dollar explodiert.

1991 kam es zu einem ersten Bankrott: Trump gab seinen Gläubigern 50 Prozent der Anteile und erhielt im Gegenzug weit bessere Kreditkonditionen. Das Casino war damals das größte (oder wenn man dem Riviera glauben darf, dass zweitgrößte, Casino der Welt). 2008 wurde das Hotel das zum Casino gehört auf 2000 Zimmer ausgebaut.

2009 war die Trump Entertainment Resorts wieder Pleite. Gegen Trumps Willen ging die Gruppe an den Investor Carl Icahn. Damit begann der Ausstieg des Milliardärs, der dieses Jahr ja amerikanischer Präsident werden will. Trump kämpfte in Folge darum seinen Namen aus der Firma zu löschen, aber erfolglos.

2014 ging die Firma wieder Pleite – und wurde dann 2016 komplett von Icahn übernommen. Aber das Taj Mahal war nicht mehr zu retten. Als dann auch noch ein Streik der Gewerkschaft folgte, war das der Todesstoß. Am 10. Oktober hat das Taj Mahal seine Pforten geschlossen. Eine Neuübernahme scheint aktuell unwahrscheinlich.

LOS GEHT'S